Archiv für den Monat: Mai 2015

Siemens und die Energiewende

Siemens hat bekanntgegeben, dass sie im Energiesektor Leute entlassen werden. Was denkt sich da der schlaue Journalist der Süddeutschen Zeitung? Das liegt sicherlich an der Energiewende und Fukushima. Das ist fast so intelligent wie die Frage, wie BBC vor der Globalisierung vom Schweizer Heimmarkt leben konnte.
Das Energiegeschäft war schon vor hundert Jahren global.
Wie gross ist der Einfluss der Energiewende auf das Energiegeschäft? Die Energiewende findet fast nur in Deutschland statt. Deutschland hat am Weltenergieverbrauch einen Anteil von etwa 2%. Von diesen zwei Prozent betrifft die Energiewende vielleicht ein Fünftel. Das macht dann 0.4% vom Weltenergiemarkt. Das ist ja erschreckend!
Der Grund ist vermutlich ein anderer. Das Energiegeschäft findet heute in den noch wenig entwickelten Ländern statt. In China, Indien, Indonesien, Brasilien, Ägypten, den arabischen Ländern spielt die Musik. Diese Länder setzen auf Kohlekraftwerke. Das ist kein High-Tech. Das können auch chinesische, indische, russische und koreanische Firmen und Siemens war noch nie einer der ganz grossen im Kohlekraftwerksbereich.

Schwerelos – Gedankenlos

Was Journalisten so alles zusammen schreiben. Das alte Dienstflugzeug von Angela Merkel wird jetzt für Parabelflüge benutzt. Mit solchen Flügen kann für 22 Sekunden (sic!) Schwerelosigkeit simuliert werden. In der FR wurde dazu geschrieben, dass man damit erforschen wolle, wie Pflanzen in der Schwerelosigkeit wachsen. Wie viel eine Pflanze in 22 Sekunden wächst und was dabei beobachten will, hat der Schreiber sich wohl nicht überlegt.
Vor etwa 30 Jahren sind schon mal zwei Schüler der Frage nachgegangen, warum Bohnen immer nach unten wachsen, egal wie man sie in den Boden legt. Es kamen zwei Lösungen in Frage. Die Bohnen orientieren sich an der Gravitation oder an der Temperatur. Die Schüler haben einige Bohnen in einem Behälter gepflanzt und diesen Behälter für einige Tage auf einen Plattenspieler gestellt. Durch das Drehen wird über die Zentrifugalkraft eine zusätzliche Gravitation simuliert. Das Ergebnis war das die Bohnenwurzeln schräg nach aussen wuchsen. Bohnen „fühlen“ also die Gravitation. Mit einem MP3-Player lässt sich der Versuch nicht wiederholen, aber wir haben ja das alte Flugzeug von Angela Merkel. Jetzt brauchen wir nur noch schnell-wachsende Bohnen.