Archiv für den Monat: November 2016

Elektrische Geschwindigkeitsbeschränkung

Ich habe zwar immer noch grosse Bedenken bezüglich der Elektroautos, aber einen schönen Nebeneffekt die Elektroautos doch.
Der Speicher wird wohl immer ein Problem bleiben und damit ist die Reichweite eingeschränkt.
Ein Auto, dass bei 80 km/h eine Reichweite von 240 km hat, kommt bei 130 km/h nur noch 100 km weit.
Damit hat das Rasen auf der Autobahn wohl ein Ende.
Dabei kommt mir der Ausspruch eines CDU-Politkers in den Sinn, den ich Anfang der 90er Jahre zufällig im Radio hörte:
„Mit 100 km/h auf der Landstrasse schaffen wir den Aufschwung im Osten nie.“

Wo fahren sie denn…

Es will keiner Elektroautos kaufen, aber die Industrie glaubt noch daran, einen Markt kreieren zu können. E-Autos werden wohl noch lange teurer sein und eine geringere Reichweit haben. Man muss also einen anderen Weg finden, dass die Leute E-Autos kaufen. Die neueste Idee ist, dass E-Auto Prestigeobjekte werden. Bei Prestigeobjekten spielt das Geld bekanntlich nur für den Verkäufer eine Rolle.
Aus der Zeitschrift für Kommunalwirtschaft:
Thomas Ketzler, Energieexperte beim Beratungsunternehmen PWC, hält es für realistisch, dass 2030 mindestens sechs Millionen „Stromer“ in Deutschland fahren und an den privaten Steckdosen sowie Hunderttausenden Ladesäulen betankt werden. Die dafür benötigten Anschlusswerte sind – rein rechnerisch – gigantisch: bei einer Million PKW kommen 37 GW zusammen, 2030 könnten im Extremfall sogar 429 GW in der letzten Meile anfallen, darunter allein in Berlin 21,5 GW, rechnet Ketzler vor. Zugleich betrage die Speicherkapazität dann bis zu 143 GWh. Zum Vergleich: gegenwärtig ist das Berliner Niederspannungsnetz für 1,5 GW ausgelegt… (https://www.zfk.de/mobilitaet/artikel/e-mobilitaet-als-neues-kommunales-geschaeftsfeld.html)
Die Investitionen sind natürlich auch gigantisch und hier wittern Stadtwerke, regionale Versorger und ihre Zulieferer ein gigantisches Geschäft.
Nach Ansicht von Dr. Norbert Menke, Sprecher der Geschäftsführung der Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft, ergeben sich daraus neue und attraktive Geschäftsfelder für kommunale Versorgungsunternehmen,…
Wer und womit die geforderten 429 GW jeden Tag zuverlässig erzeugt werden sollen, dazu findet man keine Meldung.

Klimaschutzplan (1)

Dubai hat den Baubeginn für ein 2400 MW steinkohlegefeuertes Kraftwerk bestätigt. Dubai besitzt selber keine Kohle. Die Kohle wird mit Schiffen aus Australien oder Südafrika herangeschafft.
Im Rahmen seines Klimaschutzplanes für 2050 hat Dubai folgende Anteile an der Stromerzeugung geplant:
25% Fotovoltaik
7% Kernenergie
7% Kohle
61% Gas.
Das sieht realistischer aus als der deutsche Plan, aber ist natürlich nicht ohne CO2-Ausstoss.

Planlos…

In unserer Regionalpresse war heute ein Interview des Vorstandes unseres Regionalversorgers EWE.
Der im Gebiet der EWE erzeugte Strom aus Windturbinen überschreitet den Verbrauch um bis zu 75%. Da mehr Strom nicht mehr abtransportiert werden kann, soll der Ausbau der Windenergie in diesem Bereich gedrosselt werden. EWE hält das für einen Skandal. Es sei ja nicht ihre Schuld, dass niemand den Strom nutzen kann. Für mich ist das ein typisches Beispiel, wenn es keine zentrale Planung gibt und stattdessen Erzeugung subventioniert wird. Es wird daraus ein Anspruch auf Subvention und damit Gewinn abgeleitet, obwohl kein Nutzen entsteht.
Ausserdem will EWE aus der konventionellen Stromerzeugung aussteigen. Das ist der einzige Bereich, in dem es eine harte Konkurrenz gibt. Lieber tummelt man sich im Bereich der Subventionen und festgelegten Renditen (Netzbetrieb).