Archiv für den Monat: August 2018

Alptraum oder Parabel über die Energiewende

Ich stehe auf einem Deich an der Nordsee. Es ist auflaufendes Wasser und stürmischer Nordwestwind. Windstärke 9, in Böen 10. Man kann sich nur mit Mühe halten. Neben mir steht ein vegetarischer Arzt aus Marienhafe und bläst mit voller Kraft gegen den Sturm an. Ich schaue ihn entgeistert an und sage: «Was soll das denn werden?». Er dreht sich zu mir und schreit: «Immerhin besser als gar nichts tun.» Ich will gerade richtig loslachen, da schläft der Sturm plötzlich ein. «Ich muss jetzt leider gehen, noch Hausbesuche zu machen», sagt der Arzt.

Ungeeignet

Ich habe in der letzten Zeit wieder etwas Wissenschaftstheorie gelesen. Hauptsächlich Ludwik Fleck und Imre Lakatos. Ich frage mich, ob die überhaupt jemand kennt in Deutschland.
Er sollte eigentlich allgemein bekannt sein, dass man physikalische Theorien nicht beweisen kann. Journalisten scheint das nicht bekannt zu sein oder sie sind der Meinung, dass man dem Publikum (Naturwissenschaftprekariat sagt J. Kachelmann) solche schwierigen Dinge besser verschweigt.
Aber zu dem eigentlichen Gedanken, der mir beim Lesen gekommen ist.
Ich glaube, dass das menschliche Gehirn fantastisch gut geeignet ist, dass der Mensch mit der wandelnden Umwelt zurecht kommt. Daher auch mein Optimismus, was die Zukunft der Menschheit betrifft. Es war sicherlich in der Evolution ein Vorteil.
Vielleicht ist unser Gehirn aber garnicht geeignet, die Welt zu verstehen. Ein Gehirn, das die Welt versteht, war in der Evolution nicht von Nutzen, vielleicht sogar Ballast.