Wie geht’s weiter mit dem CO2?

Ich habe mal die Stromproduktion von 2000 bis 2016 in einer Grafik dargestellt:
Stromproduktion 2000 - 2016
Der Strom aus Wasserkraft ist fast konstant und Änderungen sind nicht zu erwarten. Bei der Solarenergie deutet sich eine Sättigung an. Der Strom aus Biomasse hat eine Sättigung erreicht und wird in der Zukunft wohl eher zurückgehen. Der Strom aus Kernenergie ist fast auf die Hälfte zurückgegangen und wir in den nächsten Jahren noch dramatischer zurückgehen. Er liegt aber immer noch vor der Produktion aus Windenergie. Die grossen Stromerzeuger, die das meiste CO2 produzieren, Braunkohle und Steinkohle sind ziemlich stabil. Braunkohle hat sich kaum geändert und Steinkohle hat etwa 20% verloren. Erdgas ist sehr uneinheitlich, weil es als letztes genutzt wird und die Schwankungen der anderen ausgleicht.
Was darf man für die Zukunft erwarten? Zwei Punkte sind ziemlich sicher: die Kernenergie wird zurückgehen und der Strom aus Biomasse nicht zunehmen. Es ist zweifelhaft, dass die Windenergie in den nächsten 5 Jahren so stark ausgebaut werden kann, dass sich die Stromproduktion verdoppelt. Der Strom aus Kernenergie wird wohl durch Strom aus Erdgas ersetzt werden. Für den Strom aus Braun- und Steinkohle ist wohl kaum eine Änderung zu erwarten. Dies bedeutet auch, dass der CO2-Ausstoss aus der Stromproduktion in den nächsten Jahren wohl eher zunehmen wird. Aber vielleicht kommt es auch ganz anders.

7 Gedanken zu „Wie geht’s weiter mit dem CO2?

  1. Wahrscheinlich bin ich zu blöd. um das zu vestehen. Wir haben mehr Energie aus Windkraft, als wir verbrauc hen können. Auf der anderen Seite leidet Frankreich aufgrund seiner veralteten Atomkraftwerke an Energiemangel. Also liefern wir unsere überschüssige Energie an Frankreich. Das vereinte Europa funktioniert hier also wunderbar. Wo ist das Problem?

    1. Das Problem ist, dass wir mit der Energiewende, in die wir von 2000 bis 2015 233 Mrd. Euros investiert haben, eigentlich den CO2-Ausstoss reduzieren wollten. Jetzt sieht es so aus, als wenn der CO2-Ausstoss wegen des Ausstiegs aus der Kernenergie sogar noch zunimmt.

    2. Wir haben nur mehr Windkraft, als wir verbrauchen können, wenn es stürmt. Die Franzosen haben aber ein Problem, wenn es sehr kalt ist und das ist meistens der Fall, wenn kein Wind weht.

  2. Dann wird es verdammt Zeit, dass kluge Physiker wie Sie eine Möglichkeit finden, Energie aus Windkraft zu speichern.

    1. Die meisten Physiker sind der Überzeugung, dass es diese Speicher niemals geben wird. Warum sollen es denn jetzt die Physiker richten? Man fragt sie sonst ja auch nicht, sondern vertraut der Expertise von Juristen, Volks- und Betriebswirten, Philosophen, Schriftstellern, Soziologen, Schauspielern und Theologen.

      1. Höre ich da eine gewisse narzisstische Kränkung heraus?Irgendwie habe ich in Erinnerung, dass es die Physiker waren, die mit der Spaltung von Atomkernen angefangen und damit die Möglichkeit der militärischen und zivilen Nutzung der Atomkraft in die Welt gebracht haben. Aber ich mag mich ja irren.
        Auch die übrigen Energiequellen wurden – problematisch oder nicht – von Physikern erschlossen. Dass diese aber mit der Entscheidung. welche ihrer Entwicklungen der Menschheit nützen und welche ihr schaden, nicht alleingelassen werden dürfen, sollte eigentlich Konsens sein. Als jahrelanger Wahlschweizer müssten Sie Dürrenmatts „Physiker“ kennen.

        1. Die Physiker und Ingenieure werden nicht alleingelassen. Sie werden systematisch ausgeschlossen. Auf Grund ihrer Fachkenntnis gelten sie als befangen. Würde man bei einer Diskussion über die Gesundheitsversorgung alle Mediziner prinzipiell ausschliessen, weil sie etwas von der Sache verstehen? Aber vielleicht handelt es sich bei der Energiewende um eine neue Religion und da wären Physiker und Ingenieure fehl am Platz.

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