Vielleicht manchmal doch besser Glyphosat…

Ich habe gestern meine Mutter im Pflegeheim besucht.
Im Keller des dreigeschossigen Gebäudes befindet sich ein Schwimmbad. Vermutlich um Tageslicht zu haben, gibt es einen Aushub vor dem Schwimmbad. Es gibt eine Treppe, so dass man hinuntersteigen kann. Als ich ankam, hörte ich dort einen ziemlich lauten Lärm, den ich aber nicht identifizieren konnte.
Als ich mit meiner Mutter das Pflegeheim verließ, um eine Tour mit dem Rollstuhl zu machen, hörte ich die Hausleitung das Küchenpersonal beruhigen, dass die Feuerwehr bereits informiert sei. Wir hörten dann von weiten die Sirenen der Feuerwehr. Als wir nach einer Stunde zurückkamen, konnten wir das Haus wegen des Rauches nicht betreten.
Da ja Unkrautvernichtungsmittel heute verboten sind, hatte jemand mit einem Bunsenbrenner (daher der Lärm) das Unkraut verbrannt. Vor einer Holztür war auch Unkraut und hinter der Holztür lag Papier. Statt oder zusätzlich zum Unkraut wurde das Papier und die Tür verbrannt.
Dazu passt eine kürzlich gefällte Entscheidung eines Oberlandesgerichts. Ein Mann hatte Unkraut mit einer Mischung aus Essigessenz und Salz bekämpft. Man verlangte von ihm eine Buße von 150 Euro wegen unerlaubtem Gebrauch von Unkrautvernichtungsmitteln. Das Oberlandesgericht hob die Entscheidung auf mit der Begründung, dass es sich bei Essig und Salz eindeutig um Lebensmittel handele und nicht um Unkrautvernichtungsmittel. Hier öffnet sich ein neues Betätigungsfeld für den kreativen Schrebergärtner. Ob ein wenig Glyphosat da nicht die bessere Lösung gewesen wäre.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.