Konstruktions- oder Denkfehler?

Beim letzten Sturm hatten wir eine riesige Produktion von Windstrom. Das führte dazu, dass der Strompreis fast den ganzen Tag bei -100 Euro / MWh lag.
Die Grafiken konnten es gar nicht anzeigen (https://www.energy-charts.de/price_de.htm?year=2017&auction=1h&week=43).
Die Übertragungsnetzbetreiber mussten etwa 50 Millionen Euro zahlen, damit sie den Strom überhaupt loswurden. Es blieben nur noch wenige konventionelle Anlagen am Netz, um das System stabil zu halten. Der Windstrom wankte manchmal um 2000 MW innerhalb von 15 Minuten. Die Biogasanlagen liefen weiter. Vermutlich können sie ihr Gas nicht ausreichend speichern.
Wenn so viel Windstrom produziert wird, dass die Leitungen den Strom nicht mehr tragen können, dürfen die Netzbetreiber die Windturbinen abregeln bzw. abstellen. Die Eigentümer bekommen den nichtproduzierten Strom trotzdem bezahlt. Der Netzbetreiber 50 Hertz in Ostdeutschland hat daher bis zu 480 MW abgeregelt.
Wenn die Netzbetreiber den Strom aber nur durch Draufzahlen loswerden können, haben sie anscheinend nicht das Recht, den Windstrom abzuregeln. Es wäre für die Allgemeinheit sehr viel billiger, wenn der Windstrom bei negativen Strompreisen abgeregelt würde.
Oder mache ich einen Denkfehler?

Ein Gedanke zu „Konstruktions- oder Denkfehler?

  1. Ja, Herr Flessner, Sie machen aber nur scheinbar einen Denkfehler.

    Denn Sie zeigen ja nur den Unfug auf, der sich doch durch das EEG ergibt bei solchen Wetterlagen, wenn die volatilen Erzeugungen durch Wind (oder alternativ durch die Sonne) nicht aufgenommen werden können innerhalb der deutschen Strom-Netze.

    MfG

    GR

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