Irgendwo ist immer Wind?

Vor Jahren hiess es, dass es in Europa immer irgendwo Wind gäbe. Wenn man genügend lange Leitungen baut, gleicht sich die Windstromproduktion aus. Im folgenden Diagramm sind die Werte für den Windstrom in Deutschland und Spanien aufgetragen. Für jede Stunde wurde aus dem Windstrom aus Spanien und aus dem deutschen Windstrom ein XY-Paar gebildet. Wenn immer Wind weht, entweder in Spanien oder in Deutschland, dann sollten in der linken unteren Ecke wenig Punkte sein. Wie man dem Diagramm entnehmen kann, kommt es häufig vor, dass sowohl in Spanien als auch in Deutschland wenig Wind weht.

Um die vermutete Korrelation auch mathematisch nachzuweisen, habe ich nach entsprechender Mathematik gesucht. Man kann kaum erwarten, dass ein liniearer Zusammenhang zwischen der Stromproduktion in Deutschland und Spanien herrscht. Allein der örtliche Abstand sollte das verhindern. Ich bin dann auf Spearmans Rangkorrelationskoeffizienten gestossen. Man ordnet die Windproduktion nach ihrer Grösse. Dann schaut man welchen Rang die Stromproduktion in Spanien hatte und vergleicht sie mit dem Rang zur selben Zeit in Deutschland. Der berechnete Koeffizient liegt zwischen -1 und +1. Bei -1 ist die Stromproduktion in Spanien immer anders als in Deutschland. Ist in Deutschland wenig Wind, ist in Spanien viel Wind und umgekehrt. Dies ist eigentlich der gewünschte und manchmal behauptete Zusammenhang. Für +1 ist in Deutschland wenig Wind, wenn auch in Spanien wenig Wind ist.
Die Auswertung für 2017 führt auf einen Rankkoeffizienten von 0.84.

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